Oberflächenbehandlung
Die Oberflächenbehandlung ist der letzte und kritischste Prozessschritt bei der Herstellung von Gummiwalzen. Der Zustand der geschliffenen Oberfläche beeinflusst direkt die Leistungsfähigkeit der Walzen. Derzeit existieren zahlreiche Schleifverfahren, wobei das mechanische Drehen und Polieren die gängigsten sind. Daher sind die verwendeten Schleifverfahren, Schleifwerkzeuge und Schleifmittel von entscheidender Bedeutung und werden von den meisten Unternehmen als technisches Know-how betrachtet und daher nicht offen kommuniziert. Die größte Herausforderung besteht darin, die Wärmeentwicklung des Gummis während des Schleifprozesses zu minimieren und eine optimale Oberflächenverformung nach dem Schleifen zu gewährleisten.
Neben dem Schleifen der Oberfläche der Gummiwalze muss diese gründlich gereinigt werden, um anhaftendes Gummipulver zu entfernen. Bei höheren Anforderungen ist ein zusätzliches Polieren erforderlich. Manche Oberflächen werden mit Harzfarbe, Latexfarbe, Magnetpulver, elektrostatischem Pulver usw. beschichtet. Alternativ kann eine galvanische Beschichtung oder eine chemische Oxidationsbehandlung erfolgen, um Lichtempfindlichkeit, Korrosionsbeständigkeit, Magnetisierung und Leitfähigkeit zu erzielen.
Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Gummiwalzen hat sich auch die Beschichtungstechnologie für Gummiwalzenoberflächen rasant verbessert. Traditionelle Beschichtungsverfahren verändern nun die Eigenschaften von Gummiwalzen. Konkret geht es darum, durch Beschichtung neue Eigenschaften zu erzielen. Beispielsweise wird mithilfe von Kalander- und Abstreifgeräten eine Ölschutzschicht aufgebracht, um die Ölbeständigkeit zu verbessern. Obwohl Form und Material der Gummiwalze gleich bleiben, hat sich ihre Funktion stark verändert. So sind beispielsweise Funktionsgummiwalzen entstanden. Diese Oberflächenbehandlungstechnologie ist vielversprechend für die Zukunft.
Veröffentlichungsdatum: 07.07.2021