Wissensgebiet Gummiwalze

1. Farbwalze

Die Farbwalzen umfassen alle Walzen des Farbzufuhrsystems. Ihre Funktion besteht darin, die Druckfarbe gleichmäßig und dosiert auf die Druckplatte aufzutragen. Farbwalzen lassen sich in drei Kategorien unterteilen: Farbaufnahmewalze, Farbübertragungswalze und Plattenauflagewalze. Die Farbaufnahmewalze, auch Farbbehälterwalze genannt, entnimmt dem Farbbehälter jeweils eine bestimmte Farbmenge und überträgt diese zur Farbübertragungswalze (auch Gleichlaufwalze genannt). Diese nimmt die Farbe auf und verteilt sie gleichmäßig zu einem gleichmäßigen Farbfilm. Dieser wird dann zur Plattenauflagewalze weitergeleitet, die für die gleichmäßige Farbverteilung auf der Druckplatte verantwortlich ist. Damit ist die Aufgabe der Farbwalzen erfüllt. Die gleichmäßige Farbverteilung wird durch den sukzessiven Transferprozess mehrerer Walzen schrittweise vervollständigt. Neben den Farbwalzen kommen in diesem Prozess auch Hartwalzen zum Einsatz. Im Offsetdruck sind Farbwalzen und Hartwalzen stets in regelmäßigen Abständen angeordnet und bilden eine abwechselnde Anordnung von weichen und harten Walzen. Diese Anordnung optimiert den Farbtransfer und die Farbverteilung. Die Funktion der Farbwalze kann die axiale Farbverteilung weiter verbessern. Im Betrieb kann sich die Farbwalze drehen und axial bewegen, daher der Name Farbwalze.

2. Dämpfungsrolle

Die Feuchtwalze ist die Gummiwalze im Wasserzufuhrsystem, ähnlich der Farbwalze. Ihre Funktion besteht darin, Wasser gleichmäßig auf die Druckplatte zu verteilen. Feuchtwalzen übernehmen auch die Wasserzufuhr, -verteilung und den Druckvorgang. Derzeit gibt es zwei Wasserzufuhrmethoden für Feuchtwalzen: die kontinuierliche Wasserzufuhr, bei der die Plattenwalze ohne Samtbezug arbeitet und die Wasserzufuhr durch die Drehzahl der Wasserbehälterwalze gesteuert wird, und die frühere intermittierende Wasserzufuhr. Hierbei war die Plattenwalze mit einem Samtbezug versehen, und die Wasserwalze oszillierte, um Wasser zuzuführen. Die kontinuierliche Wasserzufuhr eignet sich für Hochgeschwindigkeitsdrucke, und die intermittierende Wasserzufuhr wurde zunehmend ersetzt.

3. Der Aufbau der Gummiwalze

Der Walzenkern und das zugekaufte Gummimaterial unterscheiden sich je nach Verwendungszweck.
Die Walzenkernstruktur kann je nach Anwendung hohl oder massiv sein. Das Gewicht der Gummiwalze ist in der Regel relevant, da es das Gegengewicht der Maschine und somit die Vibrationsstabilität im Betrieb beeinflusst.
Die meisten Gummiwalzen von Offsetdruckmaschinen sind Hohlwalzen, die in der Regel aus Stahlrohren ohne Metallkern gefertigt werden. Die Wellenköpfe sind beidseitig mit den Stahlrohren verschweißt. Zukünftig werden sie jedoch auch aus nichtmetallischen Werkstoffen wie glasfaserverstärkten Kunststoffen und anderen Polymeren hergestellt, um das Gewicht zu reduzieren und die Betriebsgeschwindigkeit und -stabilität zu verbessern. Beispiele für Anwendungen finden sich in Hochgeschwindigkeits-Rotationsmaschinen.

4. Das Material der Klebeschicht

Das Material der Gummischicht hat einen nahezu entscheidenden Einfluss auf die Leistung und Qualität der Gummiwalze. Je nach Einsatzumgebung müssen unterschiedliche Gummimaterialien ausgewählt werden, beispielsweise hinsichtlich Verschleißfestigkeit, Hitzebeständigkeit, Kältebeständigkeit, Säurebeständigkeit, Salzbeständigkeit und Wasserbeständigkeit. Auch Härte, Elastizität, Farbe usw. spielen eine Rolle und werden in Abhängigkeit von der Einsatzumgebung und den Kundenanforderungen berücksichtigt.


Veröffentlichungsdatum: 10. Juni 2021